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Kommunales Netzwerk Grundstücksentwässerung

Podcast-Bericht: Grundstücksentwässerung als Zehnkampf für Kommunen

Posted 14. April 2026
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Grundstücksentwässerung ist längst kein Randthema mehr. Ob Rückstau, Fremdwasser, Wurzeleinwuchs, Regenwasserrückhalt oder digitale Anträge: Was auf privaten Grundstücken passiert, hat direkte Folgen für das öffentliche Netz. Genau deshalb wird das Thema für Kommunen und Abwasserbetriebe immer wichtiger.

Genau darum dreht sich die Podcast-Folge IKT13 von KanalSpezial. Moderator Bert Bosseler spricht mit Kilian Möllers über die wachsende Bedeutung der Grundstücksentwässerung, den neuen Aufgaben und Herausforderungen und berichtet von Betreibererfahrungen.

Grundstücksentwässerung im Fokus: Entscheidender Bauteil

Private Grundstücke sind ein entscheidender Teil des kommunalen Entwässerungssystems. Denn was dort nicht funktioniert, landet am Ende im Kanal, im Keller oder auf der Straße. Ob marode Hausanschlussleitungen, fehlender Rückstauschutz oder unzureichende Regenwasserrückhaltung: Die Zustände auf Privatgrundstücken beeinflussen

  • Überflutungsrisiken,
  • Fremdwasseraufkommen und
  • die Belastung von Kläranlagen ganz erheblich.

Kommunen haben dabei nicht nur ein Interesse, sondern in vielen Fällen auch eine klare Beratungsaufgabe.

Besonders deutlich wird das beim Thema Rückstau. Eingestaute Kanäle bei Starkregen sind kein Ausnahmefall, sondern Teil des Systems. Umso wichtiger ist, dass Grundstückseigentümer ihre Rückstauebene kennen und geeignete Sicherungen einbauen. In der Praxis fehlt dieses Wissen aber oft. Statt fachgerechter Lösungen finden sich immer wieder improvisierte Eigenkonstruktionen, die im Ernstfall versagen. Genau hier braucht es verständliche kommunale Beratung, praxistaugliche Hinweise und erreichbare Ansprechpartner.

Hinzu kommen die klassischen Konfliktthemen der Grundstücksentwässerung:

  • Wurzeleinwuchs,
  • unklare Leitungsrechte,
  • fehlende Zugänge zu Hausanschlussleitungen und
  • die Frage, wer am Ende die Kosten trägt.

Solche Fälle zeigen, dass Grundstücksentwässerung nicht nur Technik ist, sondern auch Verwaltung, Konfliktlösung und strategische Vorsorge.

Gleichzeitig verändert sich das Themenfeld rasant. Digitale Entwässerungsanträge, KI-gestützte Flächenerkennung für Niederschlagswassergebühren und neue Ansätze bei der Auswertung privater Zustandsdaten zeigen: Auch die Grundstücksentwässerung wird digitaler. Und Gebühren können dabei gezielt als Steuerungsinstrument wirken, etwa durch Anreize für Zisternen, Entsiegelung oder Regenwassernutzung.

Noch größer wird die Bedeutung mit Blick auf Klimaanpassung und Schwammstadt. Der größte Teil des Regenwassers fällt auf private Flächen. Jeder Liter, der dort zurückgehalten, versickert oder schadarm abgeleitet wird, entlastet das Gesamtsystem. Mulden, Rigolen, Gründächer, wasserdurchlässige Beläge und Notwasserwege sind deshalb keine Nebenthemen mehr, sondern Bausteine einer zukunftsfähigen Stadtentwässerung.

Das Fazit von Kilian Möllers: Grundstücksentwässerung ist ein echter „Zehnkampf“ — zwischen Technik, Bürgerberatung, Satzungsrecht, Gebühren, Digitalisierung, Starkregenvorsorge und Schwammstadt. Wer Kommunen resilient aufstellen will, kommt an diesem Thema nicht vorbei. Grundlage für diesen Entwurf ist Ihr bereitgestelltes Dokument.

Hier geht’s zum Podcast.

 

 

 

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