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Starkregenvorsorge: Der 7-Punkte-Plan im Abwasserbetrieb

Posted 26. August 2019
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Starkregenschäden treffen Bürgerinnen und Bürger konkret und unmittelbar. Folglich ist das kommunale Bemühen, für einen ausreichenden Schutz zu sorgen, im öffentlichen Fokus. Die neue NRW-Landesförderhilfe definiert, was eine gute kommunale Starkregenvorsorge ausmacht. Am Anfang steht oft die Erstellung einer Starkregengefahrenkarte und Risikoanalyse. Ein 7-Punkte-Plan zeigt, wie Abwasserbetriebe das Thema derzeit aufgreifen.

…der 7-Punkte-Plan

1. Konzept erstellen

Zunächst ergeben sich konzeptionelle Fragen: Wie positioniert sich der Abwasserbetrieb bei diesem Thema in der Stadtgemeinschaft? Was wird schon jetzt an Vorsorge geleistet? Was könnte zeitnah optimiert werden? Welche Elemente enthält ein Zeit- und Maßnahmenplan zur Starkregenvorsorge?

KomNet-Arbeitshilfen hierzu:

  • Strategie- und Positionspapier „Rolle Abwasserbetrieb“
  • Gesetzlicher Auftrag des Abwasserbetriebes in der Starkregenvorsorge
  • Ausformulierte Argumente gegen den Vorwurf „Kanäle sind zu klein“
  • Liste der Leistungen im Abwasserbetrieb mit positivem Beitrag zur Starkregenvorsorge
  • Zeit- und Maßnahmenplan, Übersicht und Beispiele
  • Wissensbasis zu Pilotprojekten: Oberflächenabflüsse, Gewässer, Kanal
  • 2. Regelmäßige Information der politischen Gremien

    Die politischen Gremien sind frühzeitig und regelmäßig zu informieren: Welche Möglichkeiten bietet die neue Landesförderhilfe „kommunale Starkregenvorsorge“? Welche Erfahrungen von Kommunen können wir für uns nutzen? Wie könnten wir das Thema konzeptionell angehen?

    KomNet-Arbeitshilfen hierzu:

  • Muster-Präsentation zur Information der politischen Gremien
  • Mitteilungsvorlage zur Landespolitik NRW in der Starkregenvorsorge
  • Ausschreibungshilfe Kommunales Starkregenrisikomanagement nach NRW Arbeitshilfe
  • Marktüberblick „Starkregengefahrenkarten, Ingenieurbüros, Softwarelösungen“
  • Personalbedarf: Stellenbeschreibungen und Personalbedarfsrechung
  • 3. Starkregengefahrenkarte, Risikoanalyse, Handlungskonzept

    Es gibt die neue NRW-Förderhilfe für die „kommunale Starkregenvorsorge“: Werden Fördermittel beantragt? Welche Ingenieurleistungen werden eingekauft? Wie werden Starkregengefahrenkarte, Risikoanalyse und Handlungskonzept erstellt und an die Stadtgemeinschaft übergeben?

    KomNet-Arbeitshilfen hierzu:

  • Ausschreibungshilfe Kommunales Starkregenrisikomanagement nach NRW Arbeitshilfe
  • Best-practice-Beispiele zu Starkregengefahrenkarte, Risikoanalyse, Handlungskonzept
  • Marktüberblick „Starkregengefahrenkarten, Ingenieurbüros, Softwarelösungen“
  • 4. Runder Tisch – Übergabe der Starkregengefahrenkarte, Aufgaben etc.

    Die Starkregengefahrenkarte sollte der Stadtgemeinschaft auch formal übergeben werden, z.B. in regelmäßigen „Runder Tisch“ Veranstaltungen mit Straßen-, Grünflächen-, Ordnungsamt, Feuerwehr etc.: Was wissen wir über Gefährdungslagen? Welche Aufgaben ergeben sich aus der Risikoanalyse? Wie sieht das gemeinsame Handlungskonzept aus?

    KomNet-Arbeitshilfen hierzu:

  • Agenda/Tagesordnung/Musterpräsentation für „Runden Tisch“
  • Best-practice-Beispiele Risikokarten
  • Pro/Contra-Argumente „Risikokarte veröffentlichen – ja oder nein?“
  • Dezernatsübergreifende Übersicht zu Aufgaben der Stadtgemeinschaft, Beispiel
  • Übersicht zu technischen Lösungen: Wasserabfluss lenken und beherrschen
  • 5. Kanalfunktionen für besondere Betriebszustände sicherstellen

    Ein Abwasserbetrieb muss im Rahmen seiner Abwasserbeseitigungspflichten die Kanalfunktionen auch für besondere Betriebszustände sicherstellen: Gibt es einen Störfall- und Notfallplan für Starkregen? Wie sind Meldewege und Bereitschaften organisiert?

    KomNet-Arbeitshilfen hierzu:

  • Muster für Störfall- und Notfallplan im Kanalbetrieb nach DIN EN 752
  • Basic Manual für den Starkregen-Check im Kanalbetrieb
  • Checkliste-Soforthilfe Kanalbetrieb
  • Nothilfe-Pass für Notstromaggregate und mobile Pumpen
  • Checkliste-Nachbereitung Starkregenereignisse
  • 6. Bürgerinformation und -beratung

    Die Aufgabe der Gemeinde nach Landeswassergesetz NRW ist es, die privaten Betreiber von Abwasseranlagen über die allgemein anerkannten Regeln der Technik zu Bau, Betrieb und Sanierung von Abwasseranlagen zu informieren und zu beraten, hierzu zählt auch die Starkregenvorsorge.

    KomNet-Arbeitshilfen hierzu:

  • Bürgerinfo-Flyer: 1 Verhaltensvorsorge 2 Objektschutz, 3 Kanalrückstau
  • Checkliste Grundstücksbegehung „Klimafeste Grundstücksentwässerung“
  • Berater-Mappe „Klimafeste Grundstücksentwässerung“
  • Marktübersichten Rückstausicherung
  • Muster-Entwässerungsantrag „Klimafeste Grundstücke“
  • Überflutungsnachweis großer Grundstücke, Muster-Berechnung
  • 7. Kompetenzen in die Stadtgemeinschaft einbringen

    Der Abwasserbetrieb verfügt über viel Erfahrung und planerisches Wissen zu Starkregenereignissen sowie Oberflächenabflüssen und kann dies in die Stadtgemeinschaft einbringen.

    KomNet-Arbeitshilfen hierzu:

  • Literatur und Arbeitsdokumente
  • Checkliste „Nachbereitung Starkregenereignisse“
  • Einfluss Straßenabläufe, Stand des Wissens
  • Für ausführliche Informationen und Unterlagen wenden Sie sich gerne an das Kommunale Netzwerk Abwasser.


    Ansprechpartner

    Dipl.-Ing. Marco Schlüter
    Tel.: 0209 17806-31
    E-Mail: schlueter@ikt.de

    Kommunaler Hinweis

     

     

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